Bauen wird zum CO₂-Risikofaktor
Die globale Bautätigkeit ist einer der zentralen Treiber des weltweiten Ressourcenverbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Während die internationale Gemeinschaft mit dem Pariser Klimaabkommen das Ziel formuliert hat, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, steigt der CO₂-Fußabdruck des Bausektors seit Jahrzehnten dynamisch an. Die Diskrepanz zwischen politischer Ambition und realer Entwicklung könnte in den kommenden Jahrzehnten zu einem entscheidenden Engpass werden. Die Studie „Carbon footprint of the construction sector is projected to double by 2050 globally" von Wissenschaftler*innen aus China, Deutschland, den Niederlanden und Österreich zeigt, dass der Sektor allein ausreichen könnte, um das verbleibende CO₂-Budget für das 1,5-Grad-Ziel zu verbrauchen, selbst wenn andere Industrien vollständig dekarbonisiert würden. Die Studie wurde in „Communications Earth & Environment" veröffentlicht.